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 Betreff des Beitrags: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 14.12.2008, 17:40 
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Hallo an Alle

Da sich in letzter Zeit die Anfragen "Wie das denn mit der Beleuchtung funktioniert?" häufen, hab ich beschlossen mal den Versuch zu starten es Euch zu erklären. Hierzu muss man natürlich eines von vorn herein sagen: Es gibt keine Gebrauchsanweisung wie es wirklich funktioniert. Jedes Fahrzeug ist anders und selbst bei 2 identischen Autos verbaue ich die Bauteile zum Teil anders. Genauso kann man mit völlig unterschiedlichen Bauteilen das gleiche Ziel erreichen. Ich werde hier einfach mal versuchen so zusammen zu tragen was man übers Beleuchten so wissen sollte. Hierbei hoffe ich natürlich auf die Mithilfe anderer erfahrener Beleuchter/innen. Mal schauen was wir hier so zusammen bekommen. Und ich weis das es sicher auch für mich neues geben wird, obwohl ich selbst schon seit ca. 12 Jahren jeden erdenklichen Blödsinn mit Leds anfange.

Noch ein Wort zu Dem der es versucht seine Autos zu beleuchten. Fangt bitte mit einem Sonderangebots-Fahrzeug für sehr wenig Geld an, Ihr ärgert Euch nur wenn ein gutes Modell eher nicht so wird wie Ihr es gedacht habt. Denn Übung macht den Meister!!!

Mein Anliegen an dieses Thema ist nur das Eine: Es sollte sinnvoll fachlich übersichlich bleiben und vor allem keine Diskussionen beinhalten weil der Eine es so macht und der Andere so. Das Ergebnis zählt letztendlich.

Damit es nicht zu unübersichtlich wird, meldet Euch bei speziellen Fragen bitte per PN bei mir oder Ralf Schulz. Wir werden eure Fragen gern beantworten und auch informativ ins Thema einbringen.

Am Anfang sollte man sich immer überlegen was man eigentlich vor hat. Wie viele Leds will ich verbauen? Wie sollen sie blinken? Was nutze ich als Stromquelle? Welche Fähigkeiten habe ich? Das finde ich sind erstmal so die wichtigsten Punkte über die man sich klar sein sollte.

Als Stromquelle gibt es viele Möglichkeiten. Akkus, Batterien und Trafo`s. Ich selbst nutze den Zubehörausgang am Modelleisenbahntrafo der mir ca 16V Wechselspannung liefert. Aber dazu später mehr. Die Wahl der Stromquelle sollte natürlich immer im Zusammenhang mit der erforderten Spannung erfolgen, die wiederum im Zusammenhang mit den verbauten Teilen steht.

Aber lange Rede kurzer Sinn. Ich fange einfach mal mit der einfachsten,und ich finde preiswertesten, Schaltung an:
Bild
Mit dieser Schaltung kann man das einfache blinken eines Blaulichtes erzeugen, und bei mehreren parallelen Schaltungen ergibt es ein schönes durcheinander. Der Kostenpunkt beträgt hier, wenn man nicht unbedingt bei dem Elektronikgroßhandel mit "C" einkauft, ungefähr 80 - 90 Cent bei 2 Blaulichtern. Ich hab die Erfahrung gemacht das diese Schaltung aber nur mit geglättetem Gleichstrom funktioniert.
Dazu passende Stromquellen:
Bild Bild Bild
Die Batterie gibt in jedem guten Baumarkt für ca. 3€. Die Schaltung danach ist ein Festspannungsgleichrichter welcher ermöglicht aus 12-18V Gleich- oder Wechselstrom 12V Gleichstrom zu machen. Damit können dann die Fahrzeuge an jeden beliebigen Eisenbahntrafo angeschlossen werden.

Alternativ gibt es natürlich noch einige weitere Möglichkeiten für die Blinkschaltung:
2. Die Schaltung von Sven Brandt. http://www.digital-bahn.de/bau_pkw/pkw.htm wo noch ein Umbaubericht von nem RTW von mir kommt. :lol: :lol:

3. Tams, wo bei Gelegenheit Ralf Schulz einiges hierzu schreiben wird

4. Diverse andere!!! aber man kann ja nicht alle kennen.

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Schöne Grüße von der Elbe, Carsten

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 Betreff des Beitrags: Re: Leds, Kabel, Blinkgeber und Co
BeitragVerfasst: 14.12.2008, 19:10 
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Carsten Schrön hat geschrieben:
Mein Anliegen an dieses Thema ist nur das Eine: Es sollte sinnvoll fachlich übersichlich bleiben und vor allem keine Diskussionen beinhalten weil der Eine es so macht und der Andere so. Das Ergebnis zählt letztendlich.
Dann mische ich mich auch gleich schonmal ein ;-) :

Stimmt! So gibt es z.B. deutliche Unterschiede beim Einbau der LEDs bei Carsten und mir - aber jeder eben, wie er es selber für gut und richtig erachtet. Zu gegebener Zeit werde ich dann meine Technik erklären, rein als Ergänzung und Variante - jeder kann dann selber sehen, wie er dann bei sich vorgehen will; das sollen alles nur Vorschläge und Anleitungen sein und keine "Vorschriften: ;-)

Carsten Schrön hat geschrieben:
Als Stromquelle gibt es viele Möglichkeiten. Akkus, Batterien und Trafo`s.
Nicht zu vergessen die Netzgeräte. Im Gegensatz zu den Trafos (Wechselspannung) gelten Netzgeräte als Gleichspannungsquellen. Hier kann auf einen nachgeschalteten Gleichrichter verzichtet werden; auf die richtige Polung ist dann aber zu achten.
Wichtig auch: auf die anliegende Spannung an den Ausgängen (bei Trafos und Netzgeräten) muss geachtet werden, sie ist (meist) deutlich höher als angegeben! Bitte nötigenfalls unbedingt nachmessen.

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Viele Grüße von der Südbaar -
Ralf
...Bei mir sind übrigens Theorie und Praxis bestens vereint...! O.o


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 Betreff des Beitrags: Re: LEDs, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 14.12.2008, 23:59 
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Sorry

Ralf hat natürlich Recht und ich hab glatt mal die Netzgeräte unterschlagen. Aber genau so hab ich es eben gedacht- Eine Sammlung wo von allen das Wissen zusammen getragen wird!!! :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: LEDs, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 15.12.2008, 20:09 
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Um das ganze mal anschaulich zu machen habe ich gerade mal in den Umbau bildern gestöbert und das ein oder andere schöne Bild gefunden.
Bild Bild Bild
Auf den Bildern seht Ihr ganz normale Umbauten von Fahrzeugen in 1:87. Man hat zum Schluß eben meist 2 Kabel pro Led, was nen ganz schönen Salat ergibt. Aber mit etwas Übung hat man schnell den Dreh raus und bekommt bei nem guten Modell auch die bis zu 40 Kabel sortiert.
Damit Ihr mal ungefähr wisst auf was Ihr euch hier einlaßt. Was natürlich nicht abschrecken sondern eher animieren soll!!!!!! :P :P :P

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 Betreff des Beitrags: Re: LEDs, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 21.12.2008, 15:47 
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Hallo

Ich hab mir mal die Zeit genommen, so ein typisches Einstiegsmodell zwischen geschoben und reichlich fotografiert um Euch den Umbau so nahe wie möglich zu bringen.

Also laßt uns auch gleich damit beginnen:

Am Anfang steht da meist ein ziemlich lebloses Fahrzeug
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Als erstes geht es ans zerlegen des Autos und damit immer alles beisammen bleibt tue ich immer alles in ein Schälchen oder in einen Deckel von ner Büchse Krümmeltee.
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Das aufbohren des Blaulichtbalkens um Platz für die LEDs zu schaffen
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LEDs gibt es in verschiedenen Größen, wobei man mit den größeren beginnen sollte. Ich klebe sie meist auf ein Brett mit doppelseitigem Klebeband, damit sie beim löten still halten. Das Abisolieren des 0,2 mm dicken Kupferlackdrahtes geht am besten wenn man ihn durch eine Lötperle am Lötkolben schiebt.(Bild4) Im Anschluss werden dann die LEDs mit Sekundenkleber in den Balken geklebt. Tip von mir: Nehmt nicht den kleber für 49 Cent.
Bild Bild Bild Bild Bild
Wenn wir das dann hätten noch die 2 weißen und die 2 roten für die Beleuchtung löten. Ich spare mir meist 2 Kabel vorn und 2 hinten indem ich die LEDs in Reihe schalte. Aber VORSICHT MIT DER POLARITÄT. Zwischendurch sollte man immer mal wieder testen ob es auch funktioniert was man da so zusammen bastelt. Aber VORSICHT AUF DIE SPANNUNG.
Bild
Kommen wir nun zum Fahrzeug. Tip: Es ist meist sinnvoll die Bereiche wo die LEDs sitzen vorher abzudunkeln denn wer will schon ne leuchtende Motorhaube wie es bei den meisten eben ist. :( :( :( Das Einkleben LEDs ins Auto kann dann meist etwas zur Nervensache werden, aber Übung macht den Meister. Und immer mal wieder ans Testen denken! :D
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Wenn das dann alles so funzt mit Farbe innen alles schön abdunkeln damit so wenig wie möglich Licht im inneren des Autos landet. Das Tönen der hinteren Scheiben schafft noch ein weinig mehr Platz für die Blinkelektronik und ist am Anfang zu empfehlen.
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So bis hierher wars wahrscheinlich noch einfach. Jetzt bekommt der Kleine seine Elektronik, wobei man immer auf den Platz achten sollte. Und so beginnt der ganze Spaß mit dem verkleinern der Blinkleds. Die Schaltung in groß findet Ihr in einem Beitrag weiter vorn. Beim Zusammenlöten muss man immer auf die Polarität achten, da es sonst nicht klappen wird und schlimmsten falls die LEDs in Rauch aufgehen. Auch hier gilt ÜBEN ÜBEN ÜBEN. Bei Front- und Heckbeleuchtung muss man natürlich noch den dementsprechenden Widerstand mit einlöten, da die LEDs bei 12V sonst nur einmal kurz blitzen und dann nie wieder.
Bild Bild Bild Bild Bild
So wer es bis hierher geschafft hat der ist fast Besitzer eines beleuchteten Modells. Das ganze nun noch zusammen fügen und fertig. UPPPPPSSSS da fehlen ja noch die Räder. Nein, beim zusammen setzen ist es meist besser die Räder im nachhinein einzubauen, da man mit den Kabeln schon genug zu tun hat.
Bild Bild Bild
Und wie man nun sieht verrät nur das Kabel die Beleuchtung des Modelles. :D :D :D
Bild

Nun kann man Dem der sich heran wagt nur noch eine ruhige Hand, gute Nerven und viel Spaß wünschen. Und natürlich würde ich mich darüber freuen auch mal was von Ergebnissen zu hören oder zu sehen!!!

Noch ein Nachtrag Betreffs der Spannung und Stromstärke: Meist findet Ihr diese in den technischen Daten der LED, aber es gibt so pauschale Werte mit denen ich immer rechne.
Blau: 3,3V / 20mA Weiß: 3,3V / 20mA Rot: 1,8V / 15mA
Diese Werte sind wichtig für die Berechnung der Widerstände, welche wie folgt lautet:
Gesamtspannung(V) - LEDspannung(V) : LEDstromstärke(A) = Widerstand(Ohm)
Klingt kompliziert ist es aber nicht! Aber trotzdem nochmal am praktischen Beispiel für ne blaue LED:
12V - 3,3V : 0,02A (20mA) = 435Ohm
Das heißt der Widerstand für ne blaue LED sollte min. 435 Ohm betragen wenn sie mit 12 Volt betrieben wird. Dieser Wert ist nur ein Richtwert und kann ohne Probleme auch größer sein, ABER NIEMALS KLEINER!!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 21.12.2008, 16:51 
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Hallo Carsten,

ich finde deine Anleitungen genial! Endlich auch mal für mich Anregungen wie man das ganze macht, mit dem Beleuchten.
Vielen Dank dass Du Dir die Mühe machst!!!
Hast Du für den Passat auch eine Schaltung von Sven Brandt genommen? Die verträgt doch eigentlich nur 12V! Ein Eisenbahntrafo, wie zum Beispiel ein Märklin gibt doch aber 16V. Wie passt das zusammen? Ist es auch egal ob ich einen Wechsel- oder Gleichstromtrafo anschließe? Eigentlich ja auch nicht, oder?

Viele Grüße
Andy

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Viele Grüße aus Südbaden
Andy


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 Betreff des Beitrags: Re: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 21.12.2008, 17:39 
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Hallo

@Andreas:

Wenn du mal das ganze <thema liest dann wirst Du gleich am Anfang das Thema mit den Stromquellen finden. :D :D :D
Und nein, die Schaltung von Sven ist hier nicht verbaut. Finde es wegen 2 Blaulichtern zu schade und zu teuer. Außerdem wäre da noch das Problem mit dem Platz.

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 Betreff des Beitrags: Re: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 21.12.2008, 18:18 
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Zitat:
die Schaltung von Sven ist hier nicht verbaut

Was hast denn dann für eine verbaut? Ich hätte auch ein paar Fahrzeuge die nur zwei Blaulichter haben zu beleuchten! Will da auch keine 15 € für eine Tams investieren!

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Viele Grüße aus Südbaden
Andy


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 Betreff des Beitrags: Re: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 21.12.2008, 18:47 
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So Carsten, jetzt mein "Problem":

Ich habe hier diese Platine (= siehe unten)



Weiß aber absolut nicht, wofür das ist? Ich vermute mal, dass ist eine Einsatzfahrzeugbeleuchtung, oder? Gekauft habe ich die vor einem Jahr bei Conrad. Nur leider habe ich keine Verpackung oder Anleitung mehr und keinen Plan, was ich damals gekauft habe. Ich hatte mir damals Die Sound und Lichtplatinen sowie Elektronikzubehör gekauft.
Kennst du dich damit aus und kannst mir wenigstens sagen, welche Funktionen ich damit schalten kann, und wo ich was anschließen muss?

Würde mich über Unterstützung von die, und auch allen anderen freuen.

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 Betreff des Beitrags: Re: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 21.12.2008, 18:52 
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Hallo Carsten,

zunächst einmal vielen Dank für Deine tolle Anleitung. Da ich auch demnächst meine Fahrzeuge beleuchten möchte, wird sie sicherlich sehr hilfreich sein.

Ich hätte nun aber noch eine Frage zu Deiner o.g. LED-Schaltung.
Bei meinem „Fachhändler” hat man mir erzählt, dass der Vorwiederstand in Reihe mit den „Beleuchtungs-LEDs” geschaltet wird und der erforderliche Wiederstandswert gem. der von Dir auch angeführten Berechnung erfolgt. Weiterhin wurde mir erzählt, dass die von mir gekauften Blink-LEDs (Versorgungsspannung möglich von 3 bis 15 V) dann einfach davor geschaltet werden. Hier würde sich dann am Beispiel der Warnblinkanlage folgende Schaltung ergeben:

Dateianhang:
Grafik2.jpg


In der von Dir oben angeführten Schaltung wird der Vorwiederstand aber parallel zur „Beleuchtungs-LED” eingebaut, so dass sich dann folgende Schaltung ergibt:

Dateianhang:
Grafik1.jpg


Dies verwirrt mich nun doch etwas. Es wäre nett, wenn Du (oder auch ein anderer Leser) mir etwas auf die Sprünge helfen könntest.

Gruß

Ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 21.12.2008, 19:14 
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Hallo Ralf

Der reine Menschenverstand würde es so schalten wie es Dir dein Fachhändler erklärt hat!!! Aber da die Blinkled ja schon 15V verträgt kann man sich den Widerstand bei 12V grundsätzlich sparen. Der Chip in der LED läßt allerdings immer ein wenig strom durch so das deine Blaulichtled nie ganz ausgeht. Wenn Du zu der Blaulichtled einen Widerstand parallel schaltest dann geht sie ganz aus. Versuchs mal.

Warum das so ist kann ich Dir auch nicht sagen, aber ich hab es mal gelesen und es funktioniert prima.

Die Schaltung mit der Blinkled funktioniert aber nur mit geglättetem Gleichstrom.

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 Betreff des Beitrags: Re: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 21.12.2008, 20:04 
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Hallo Carsten,

Carsten Schrön hat geschrieben:
Aber da die Blinkled ja schon 15V verträgt kann man sich den Widerstand bei 12V grundsätzlich sparen.


bezüglich der Blink-LED ist der Wiederstand bei entsprechender Spannung natürlich nicht erforderlich. Da die Blink-LED aber die Spannung herausgibt, die reinkommt (so hat es mir der Händler erklärt) benötigen die Beleuchtungs-LEDs ihn dann aber doch. Ich solle daher nach Angaben des Händlers die Schaltung so aufbauen, als wenn keine Blink-LED vorhanden wäre. und dann die Blink-LED einfach als „Taktgeber” davorsetzen. So bin ich dann zu meiner Schaltung gekommen.

Das mit dem ganz ausgehen der LED muss ich mir noch einmal genauer betrachten. Es ist aber evtl. auch nicht schlimm, wenn die LEDs nicht ganz verlöschen. Dadurch würde bei der Warnblinkanlage der Glühbirneneffekt (diese gehen auch nicht sofort aus) entstehen.

Erst einmal Danke für Deine schnelle Info, auch wenn ich es noch nicht ganz verstehe, warum der Wiederstand parallel und nicht in Reihe geschaltet werden soll. Auch muss ich mir die Wiederstandsberechnung bei der Parallelschaltung noch einmal zu Gemüte führen. Vielleicht teste ich aber auch einfach Deine Schaltung. Mal schaun.

Gruß

Ralf


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 Betreff des Beitrags: Re: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 21.12.2008, 23:58 
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Schöne Anleitung von Carsten! Gut beschrieben und ausführlich bebildert - Respekt. :D

Zwei ergänzende Anmerkungen hätte ich noch:

bevor die mit den LEDs versehenen Scheinwerfer innen geschwärzt werden, lieber erst eine Schicht Alufarbe drauf (bei Rücklichtern darf es auch Weiß sein), dann erst Schwarz - das sieht einfach besser aus. ;-)

Statt der 0,2 mm CU-Lackdrähte würde ich - gerade für Anfänger - dünnere empfehlen (üblicherweise nehme ich selber 0,1 mm, 0,15 ist aber auch noch gut), denn die 0,2 mm Drähte sind so störrisch, dass man bei einer unachtsamen Bewegung den Draht mitsamt des Kontaktes der LED abreißt (und die ist dann futsch) - gerade beim Einkleben passiert das recht leicht (eigene leidvolle Erfahrung).

Das mit dem parallelen Widerstand hab ich zu meiner Schande auch nicht ganz verstanden, aber ich habe das auch noch nie ausprobiert, ich benutze immer (je nach dem verschiedene) elektronische Schaltungen für die Blaulichter, was allerdings auch bedeutet, das in den meisten Fällen die Schaltungen nicht mehr ins Auto passen (wobei es da natürlich auch einige gibt, die klein genug wären).

@ Andreas: Wer die fertig aufgebaute Schaltung kauft, ist eh selber schuld, nimm die als Bausatz, da spart man einiges (es lassen sich ja gegebenenfalls mehrere Modelle an eine Schaltung hängen) - gelötet ist die ganz schnell...

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 Betreff des Beitrags: Re: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 22.12.2008, 00:20 
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Hallo zusammen!

Also euer Thread und das Thema hier ist mehr als Interessant und gut Aufgeführt. Allerdings würde ich gerne noch was über das Wichtigste erfahren. Das Arbeitsmaterial. Mit was für einen Lötkolben arbeite ich am besten? Was für eine Spitze muss er haben? Muss es eine Lötstation sein? Was brauche ich noch? Und so weiter….

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Kreativ Pause!!!
Gruß, Stephan


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 Betreff des Beitrags: Re: LED, Kabel, Blinkgeber und Co.
BeitragVerfasst: 22.12.2008, 00:55 
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Da ich gerade da bin, mach ausnamhsweise ich mal zuerst ;-) :

die Frage des richtigen Lötkolbens ist gar nicht so leicht zu beantworten, außer so einer Lötpistole, die in ein paar Sekunden schon durchglüht (laut Anleitung!), lässt sich eigentlich fast alles verwenden, was nicht zu groß ist - ich habe sogar schon SMD-LEDs mit einem billigen 30 Watt Lötkolben mit Schraubenzieherspitze vom LIDL gelötet, wenn man den Dreh raus hat, geht auch.
Nichtsdestottrotz: 15 Watt reichen schon aus. Je feiner die Spitze (Bleistiftspitze) desto einfacher geht es natürlich, insbesondere, wenn die Platzverhältnisse begrenzt sind (manchmal kommt man nicht drumrum, im Inneren eines Modells zu löten).
Eine Lötstation ist nicht zwingend erforderlich, sie erleichtert durch die Temperaturwahl allerdings das Arbeiten schon. Ich habe eine einfache, analoge Lötstation, die ich auf ca. 275°C eingestellt habe, das reicht (über 300° würde ich nicht gehen).

Sonstige Werkzeuge und Arbeitsmittel: Natürlich Lötzinn (meist 0,5 mm bevorzugt, ist aber nicht gar so wichtig) - unbedingt Elektroniker-Lötzinn! Sollte man noch zusätzliches Flussmittel benötigen, ebenfalls auf Elektroniktauglichkeit achten! Zwar nehmen nur "unfähige" zusätzliches Flussmittel, sagen die "absoluten Profis", aber ich habe mich an Löthonig gewöhnt, damit bekomme ich feinste Lötstellen hin - ist meine spezielle "Sucht"... ;-)
Ansonsten ist natürlich ein Lötkolbenständer von Nöten (sofern nicht bei einer Lötstation vorhanden) und das übliche Reinigungszeug (feuchter Schwamm, eventuell Salmiakstein...).

Carsten hat die Version mit dem Doppelklebeband zum Halten der LEDs gezeigt, man sollte allerdings das richtige Klebeband haben, nicht jedes ist geeignet. Ich habe eine andere Methode: die X-Pinzette in Verbindung mit der "dritten Hand". Dazu empfiehlt es sich, die Pinzette zu überarbeiten, deshalb reichen aber auch solche aus eine 1 Euro Billigset aus. Wie das alles anzuwenden ist, zeigen einige Bilder: http://resmodeling.re.funpic.de/demogalerie/

Dann bedarf es natürlich noch verschiedener Kupferlackdräkte (es gibt auch schon verschieden eingefärbte, die erleichtern das Auseinanderhallten bei vielen LEDs), Seitenschneider, manche benutzen sogar spezielle Abkratzzangen, um den Lack von den Drähten zu bekommen. Unbedingt abzuraten ist aber vom Feuerzeug zum Abisolieren, denn danach lassen sich die durchgeglühten Drähte nicht mehr richtig löten.

Was man alles zum Einbau von LEDs selber in ein Modell alles brauchen kann, ist wieder ein eigenes Thema... 8)

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