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 Betreff des Beitrags: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 01.06.2017, 23:22 
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Hi Leute,

diesmal könnte ich Tipps von den Lackierkünstlern in diesem Forum gebrauchen.
Ich habe eben angefangen, mich auch unter die Luftpinseler zu mischen, weil bei laufenden Projekten die gute alte Spraydose nicht mehr zu gebrauchen war (ist einfach zu "grob"). Da ich mein Equipment noch neu habe, stecke ich erst in meinen ganz kleinen Anfängen und Versuchen. Dabei bin ich aber gleich auf ein Problem gestoßen, das mir bei allem theoretischen und​ praktischen Wissen über das Abkleben arge Kopfschmerzen bereitet:
Bild Bild Bild
Mit diesem Modell könnte ich glatt einen 1. April Thread machen, da ist nichts an den Bildern manipuliert - so sieht ein Busch Modell an dem Entfernen der Bedruckung aus, das länger dauerhaft im Schaufenster stand (man beachte auch die "Milchglasfenster"). :mrgreen:
Wie zu erwarten möchte ich die Karosserie wieder "weißeln". Aber eben nicht nur die, sondern auch die Felgen, die sind ebenso vollkommen vergilbt. Das Lackieren ist nicht das Problem, sondern wie kann ich dabei die Verchromung erhalten! Nachträglich neu mit Silberfarbe drüber zu gegen, empfände ich hier eher als suboptimal, die gute Bare-Metal-Foil bringt mir hier leider auch nichts, so gut bin ich beim Ausschneiden des Sterns dann auch wieder nicht.
Der Hauptteil der Chromfelge ließe sich noch einigermaßen "leicht" abkleben, aber was könnte ich beim Stern machen, um den zu retten? Vielleicht doch nur mit dem spitzen Pinsel den "Deckel" so vorsichtig wie möglich anmalen und beim Säubern des Sterns hoffen, dass das notwendige Lösungsmittel nur die Farbe, nicht aber das Chrom mit nimmt? Welches Lösungsmittel wäre dann dafür geeignet - ich werde die Elita-Farben verwenden, deren Lösungsmittel auch als Druck- und Lackentferner benutzt wird (Stichwort "Dowanol"); soweit ich weiß, lässt sich damit auch Chrom entfernen und der Stern dürfte ja auch nur dünn bedampft sein...

Für rettende Tipps bin ich also offen - vielen Dank schon mal! :D

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Viele Grüße von der Südbaar -
Ralf
...Bei mir sind übrigens Theorie und Praxis bestens vereint...! O.o


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 02.06.2017, 13:43 
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Ich würde die Radkappen mit Wasserlack und Pinsel lackieren (natürlich so wenig Farbe wie möglich) und dann direkt den Chrom freiwischen. Pinselstriche sollten auf der winzigen Fläche nicht auffallen, und auch wenn ich es bei Busch noch nicht getestet habe, kann ich mir nicht vorstellen, daß wasserbasierter Lack den Chrom angreift. Aber ohne Gewähr! Wenn die Felgen sich demontieren lassen, vorher an der Rückseite testen, sonst an irgendeinem anderen Chromteil in der Hoffnung, daß die Beschichtung gleich ist.

Liebe Grüße, Ermel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 03.06.2017, 00:53 
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Hallo Erik,

an sowas in der Art hatte ich (natürlich) auch gleich zu Beginn gedacht. Dummerweise habe ich keinen Wasserlack und für vier Tropfen Farbe lohnt sich eine Bestellung beim besten Willen nicht (ich habe gerade erst ziemlich kostenintensiv von Revell auf Elita-Farben umgestellt; obwohl auch auf Basis von Lösungsmitteln liegen diese in ihrer Haftungsfähigkeit irgendwo zwischen Emaillelack und Wasserlack).

Die Idee, auf der Rückseite der Felgen zu testen, ist aber gut. :D Die Reifen lassen sich einfach abziehen, die Felgen hingegen sind komplett "massiv", der "Deckel" ist leider kein Steckteil, wie ich anfangs gehofft hatte. Dennoch, im Wesentlichen auf der Rückseite konnte ich heute an den Felgen entscheidende Experimente machen:
Vorne abkleben und ausschneiden funktioniert nicht, sämtliche Klebefolien und -Papiere (auch Tamiya) sind zu störrisch oder zu undurchsichtig, ein gezieltes Ausschneiden auf den Felgen ist also nicht möglich; selbst der sehr feine Parafilm ist hier keine Hilfe (was übrigens noch ein eigenes Thema wäre, zumal ich ja schon nach Erfahrungen mit Parafilm gefragt hatte).
Tatsächlich konnte ich aber feststellen, dass die wirklich sehr dünne Chromauflage nicht von der Farbe angegriffen wird, auch eben nicht von der Elita Farbe. Das Chrom darf aber nicht beschädigt sein, dann lässt sich die Farbe , wenn sie nicht mehr ganz frisch und dennoch nicht ganz durchgetrockent ist, relativ leicht abschaben. Dazu braucht es einen vergleichsweise weichen Schaber - Balsaholz oder ein an der Spitze aufgeweichter Zahnstocher sollten funktionieren. Sogar das Elita-Lösungsmittel lässt sich auf dem Chrom verwenden, wenn es davon nicht unterwandert werden kann (also eben keine Kratzer im Chrom).
Jetzt also einen sehr feinen Pinsel und eine gut flüssige, dennoch nicht zu dünne Farbe, und es müsste mit etwas Vorsicht funktionieren.
Damit die Farbe sich nicht so sehr an den Rändern der Chromauflage hoch ziehen kann, habe ich mir überlegt, mit einer extrem kleinen und scharfen "Klinge" (z.B. eine zugeschliffene Stecknadel) vor dem Anmalen an diesen Rändern leicht entlang zu fahren. Einen Tipp dieser Art habe ich vor kurzem in einem Tutorial gesehen, da ging es aber um Scheiben und deren aufzumalenden schwarzen "Klebefächen" für Automodellen der größeren Maßstäbe. Bin mir aber noch nicht sicher, ob ich das mache. Na ja, mal schauen, vielleicht habe ich am Wochenende genug Ruhe dafür und keinen Tatterich in den Griffeln; eine Flasche Diazepam steht jedenfalls bereit... :mrgreen: :wink:

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Viele Grüße von der Südbaar -
Ralf
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 Betreff des Beitrags: Re: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 03.06.2017, 17:52 
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Hallo Ralf :D

Ich habe vor laaaaaaaanger Zeit bei etwas ähnlichem Knetmasse verwendet! :D Und es hat komischer Weise auch noch funktioniert! Die Klebekraft war ausreichend und ohne Materialabtrag. Mit einem Messer oder was ähnlichem müsste sich auch die Kontur sehr sauber nachziehen lassen! Vielleicht willst Du es ja mal versuchen? :D

Gruß von Rolf


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 03.06.2017, 20:02 
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Salü Rolf,

eine direkte Frage verdient eine direkte Antwort: Nö.
:P :mrgreen:

Keine Sorge, Spässle g'macht, hat nichts mit Arroganz zu tun. :wink: Tatsächlich klingt das gar nicht schlecht und bei anderen größeren Felgen o.ä. kann ich mir das sehr wohl gut vorstellen. 8)
Dennoch, das Problem in diesem Fall: Ich habe sogar seit kurzem Knete hier, genauer gesagt bunte Kinderknete (sogar ein Markenprodukt...), mit der wollte ich mir eigentlich eine ganz schnelle, ganz einfache Abgussform für zwei ebenso einfache Teile machen, die ich verloren habe und nicht nach kriege. Es hat sich aber gezeigt, dass die Knete sowas von klebt und auf den glatten Teilen (musste ich bei einem anderen Modell ausleihen) massig Rückstände hinterlässt, die ich nur mit viel Mühe und Seifenwasser wieder runter bekommen habe (Spiritus wäre besser gegangen, die Teile sind aber bedruckt). Ich habe es mit warmer Knete probiert und mit gekühlter, immer das gleiche Ergebnis - das Thema "Schnellabformung" war damit erledigt. Tja, wenn ich von einer glatten Fläche die Knete aber schon kaum mehr weg bekomme, wie sieht es dann erst mit der nett und tief strukturierten Felge aus? :roll:
Außerdem könnte ich so vielleicht den Deckel ganz "abgeklebt" und lackiert bekommen, der Stern und seine drei Innenflächen bleiben immer noch als Problem, da wüsste ich beim besten Willen nicht, wie ich mit der Knetmasse vorgehen sollte...

Durchaus möglich, dass ich dafür eine andere Knetmasse verwenden müsste, aber ich habe keine Ahnung, was sich anbieten könnte. Die Möglichkeiten, hier in meinem Kaff an anderes Material zu kommen, sind außerdem mehr als begrenzt (unser Rossmann ganz in meiner Nähe hat mittlerweile mehr für mich (persönlich) brauchbare Schreib- und Spielwaren als der spezielle Laden dafür in der Innenstadt!).
Solltest Du aber weitere, nähere Angaben haben, dann nur zu, vielleicht kann ich das an anderer Stelle dann einsetzen. :D

p.s.OT: Für die besagte einfache Abformung werde ich es demnächst mit Fugensilikon versuchen (massig Anleitungen auf YT); sollte das funktionieren, werde ich noch speziell berichten...

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 20.04.2018, 16:44 
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Ralf Schulz hat geschrieben:
die Felgen [des W123 von Busch] hingegen sind komplett "massiv", der "Deckel" ist leider kein Steckteil, wie ich anfangs gehofft hatte.

Das wird jetzt nicht mehr weiterhelfen, aber das ist nicht der Fall:

Bild

Liebe Grüße, Ermel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 20.04.2018, 18:49 
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Salü Erik,

Deine Antwort kommt zwar spät, aber keineswegs zu spät 8) , denn ich habe am Modell bisher noch nichts weiter gemacht. :roll:

Interessant, ein passgenaueres Teil ist mir noch nicht untergekommen. Wie hast Du den Felgendeckel da nur schadensfrei raus bekommen? :shock:
Und was genau kommt denn da zum Vorschein, das sieht wie die Linse einer LED aus?! :wink:

Zwar nützt das erst mal auch nur teilweise (der Stern ist ja weiterhin "in Gefahr"), aber das wäre trotzdem echt schon eine große Hilfe...
:D

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 20.04.2018, 22:49 
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Der Deckel ist rausgefallen und verschollen. :cry: Darunter befindet sich eine zylindrische Erhebung in einem runden Loch, von der teilweise der Chrom weggeplatzt ist, was vermutlich den "LED-Effekt" verursacht.

Liebe Grüße, Ermel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 21.04.2018, 00:27 
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Auweia, das ist mehr als unangenehm! :( (Vielleicht lässt sich Busch mit einem traurigen Brief erweichen, zumindest eine neue Felge zu spendieren?)
Ich hätte ja angeboten, zu versuchen, den inneren Felgenteil nachzubilden (auch in Echt geht grundsätzlich schon mal ein Felgendeckel verloren). So eine Kappe kriege ich aufgrund des Sterns nicht hin, der Radmutternkranz wären sinnigerweise vielleicht einfacher - sofern ich meine Deckel abbekommen könnte, was allein für die Feststellung der Maße notwendig wäre. Aber ich bin mir zwischenzeitlich gar nicht mal mehr sicher, ob das ganze nicht in Echt eine einteilige Radkappe ist und eben keine Felge mit aufgesetztem Deckel. :oops: Damit wäre meine Ersatzbastelei ohnehin sinnlos... (Na gut, mit den richtigen Maßen und einem entsprechenden 3D-Decal-Stern ließe sich eventuell auch was notdürftiges machen...)

So ganz ist mir diese sonderbar wirkende Konstruktion von Busch trotzdem nicht klar, aber von innen her mit der Achse diese Kappe rauszudrücken, scheint mir in diesem Fall kein geeigneter Weg zu sein (üblicherweise würde das so funktionieren).
Das ist alles ausgesprochen ungeschickt, für uns beide... :roll:

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 Betreff des Beitrags: Re: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 21.04.2018, 00:42 
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Dreimal Nein:

Nein, die Kappe wegzulassen, macht keinen Sinn, denn das Vorbild ist ein einteiliger, verchromter und teillackierter Blechdeckel: Bildlink.

Und nein, rausdrücken mit der Achse geht nicht, denn das Achsloch geht nicht durch die Felge durch.

Und nein, kein Problem, das Modell ist eh geschlachtet. Was draus wird? Kommt demnächst. :mrgreen:

Liebe Grüße, Ermel.


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 Betreff des Beitrags: Re: Wie das Chrom bei Teillackierung erhalten?
BeitragVerfasst: 21.04.2018, 00:59 
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¹) Wie schon von mir angedeutet, bin ich zwischenzeitlich auch auf die einteilige Radkappe gekommen - so schnell brechen uralte Welten (= Vorstellungen...) zusammen! :shock: :(

²)
Erik Meltzer hat geschrieben:
(...) denn das Achsloch geht nicht durch die Felge durch.
Nun ja, mit etwas beherztem Druck auf die Achse ließe sich das "ändern". :twisted: Aber sinnvoll dürfte das kaum sein, zu schnell wäre man dann bestimmt auch durch den "Deckel" mit dem Stern... :roll: Nee, das lasse ich wirklich lieber sein.

³) Gut, immerhin komme ich um die Einlösung meines Angebots herum :mrgreen: ... Dann bin ich zumindestens mal gespannt, was Du aus dem Daimler gemacht hast. Dann bis demnächst...! :wink:

Liebe Grüße zurück. :D

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