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 Betreff des Beitrags: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 24.09.2018, 10:02 
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Hallo zusammen,

ich habe mir ein Multifunktionsgerät (Dremel) zugelegt. Was benutzt Ihr zum Trennen von Kunststoff, wie z.B. Türen an Fahrzeugen aussägen, Trennscheiben oder Sägeblätter wie sie beispielsweise bei Kreissägen zu finden sind?
Und wie kann ich am besten schleifen und polieren? Bin für Tipps dankbar.

Grüße
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 24.09.2018, 11:18 
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Aufgrund feiner Strukturen und Linien nutze ich meistens ganz schmale Diamand-Fräs-/Schleifköpfe.

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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 24.09.2018, 13:21 
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Mahlzeit, Thomas! :D

Zum Zerlegen der Großserienmodelle benutze ich seit Jahrzehnten für meinen "Dremel" (der gar kein Dremel ist! :wink: ) nur Sägeblätter -> http://fs1.directupload.net/images/user ... 6z8dkp.jpg
Fünf Stück für fünf Euro - da kann man nur wenig falsch machen! :mrgreen:

Gruß, Jürgen 8)

EDIT: Das von mir genannte Set taugt für unsere Zwecke leider gar nichts! Es eignet sich aber hervorragend für größere/gröbere Sägearbeiten in Holz!

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Ein Geschenk für alle Feuerwehrfans und Modellbauer: Das Buch zum Hobby!
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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 24.09.2018, 14:55 
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Zum maschinellen Zersägen von Plastikmodellen eignen sich grundsätzlich die Sägeblätter, nicht die (schwarzen) Trennscheiben!
Interessantes Set, Jürgen, mir persönlich sind aber gerade die kleineren Scheiben zu dick und vor allem zu grob gezahnt. Ich bevorzuge an dieser Stelle Proxxon, einen Tick teurer, aber nun ja... :wink: https://www.bauhaus.info/holzsaegen/pro ... p/11296198
Persönlich sind mir auch die Aufspanndorne von Proxxon lieber, ist aber wohl wie immer Geschmacksfrage (so ein dickerer Billig-Aufspanndorn ist mir schon mal zerbrochen, zum Glück nicht während der rotierenden Arbeit, andere Leute haben mit den Schrauben von Proxxon ihre Not... :roll: ). Auch dass die Sägeblätter so dünn sind, mag nicht jeder, man darf mit denen halt nicht umgehen, als hätte man 'ne Kettensäge in der Hand. :P :mrgreen:

Da die Frage hier erst mal hauptsächlich in Richtung Zerlegen und eben z.B. Heraustrennen von Türen ging, kann ich Diamantwerkzeug für diese Aufgaben nicht empfehlen - wenn es um Ausfräsen und Formveränderungen geht, dann taugen die "Diamanten" allerdings wirklich sehr gut.

Sollen die herausgetrennten Türen (Klappen u.ä.) weiterverwendet werden, sind die Sägeblätter nur noch ganz selten Fällen einsetzbar. Hier bieten sich eher scharfe und dünne Messer/Skalpelle an, eventuell sogar Rasierklingen. Ich schleife mir aus dünnen Bohrern (abgebrochene oder die hinteren Enden von intakten Bohrern) oder Stahlstäben feinste Messerchen, mit denen man auch um die Kurven bei Türen kommt - es braucht hierbei allerdings seeeeeehr viel Geduld, gerade bei Modellen mit dickerer Wandstärke. Mit denen wird dann auch mehr geschabt denn geschnitten...

Zum Feinschleifen kann man die Gummipolierer nehmen, aber eigentlich würde ich da ausschließlich auf Nassschleifpapier und gute alte Handarbeit setzen, ebenso beim Polieren, denn keine der Maschinen (Dremel oder Proxxon) lässt sich soweit herunterregeln, dass auf dem Plastik keine Überhitzungsgefahr besteht, da bräuchte es einen echten Langsamläufer. Auch die Filzscheiben hinterlassen nicht selten beim Polieren auf Plastikmodellen mehr Kratzer als feine Fräser. Lediglich Q-Tips und Autopolitur habe ich schon maschinell verwendet, aber dafür habe ich meine Proxxon an ein altes Fischertechnik-Netzteil angeschlossen - das lässt sich weit runter regeln, was halt negativ auf die Durchzugskraft der Maschine auswirkt, ist beim Polieren aber nicht so tragisch. :wink: Ob das auch mit einer Dremel ginge, weiß ich allerdings nicht...

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Viele Grüße von der Südbaar -
Ralf
...Bei mir sind übrigens Theorie und Praxis bestens vereint...! O.o


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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 24.09.2018, 18:54 
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Kleine Sachen wie Türen usw. mit einer Präzisionssäge Revell 39067 und einen Handbohrer Modelcraft PPV2237/D (Ecken), am Ende wird auf Maß gefeilt.
Mit der Maschine trenne ich nur größere Teile, sprich ganze Aufbauten/Kabinen, da dann mit einem Sägeblatt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 25.09.2018, 20:16 
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Guten Abend,

vielen Dank für die detaillierten Hinweise!
Ein Original Dremel habe ich eigentlich auch nicht, aber hierbei scheint es wie mit einem Tempo zu sein, jeder weiß das es sich um ein Taschentuch handelt.

Eine Nachfrage habe ich noch an Ralf, wie schleifst du denn Beispielsweise größere Mengen Spachtelmasse? Per Hamd mit Schleifpapier oder mit dem Dremel?

Einen angenehmen Abend allerseits
Thomas Koop


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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 26.09.2018, 13:19 
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Salü Thomas,

diese Frage muss Du nicht nur mir stellen, hier gibt es einige, die weit mehr damit vertraut sind als ich. :wink:

Aber wenn ich schon gezielt gefragt werde:
Normalerweise versuche ich es zwar mit Spachtelmasse nicht zu übertreiben, aber wenn es doch mal um mehr geht, dann benutze ich zuerst (natürlich) immer maschinelles Schleifen bzw. Fräsen per (bei mir eben tatsächlich) Proxxon und verschiedenen Fräsern. Das können klassische, nicht zu grobe Metallfräser sein, oft aber eben auch die bereits erwähnten Diamantschleifstifte in verschiedenen Ausführungen je nach Bedarf. Da tun es durchaus diese sehr günstigen Sets, die man seit einer Weile fast überall bekommt. Diese Stifte sind zwar meistens etwas grob, aber zur gröberen Vorarbeit sind sie gerade deshalb bestens geeignet (nicht zu schnell laufen lassen, das Plastik darf auch hier nicht schmelzen). Den Staubschutz vor der Nase und dem Mund aber beachten!
Ich habe noch einen etwas abgearbeiteten Diamant-Zylinder, der sehr fein ist (alter Stift von Proxxon, damals war er noch von Haus aus feiner als die gleichen von heute) und mit dem sich sehr feine Arbeiten trotzdem zügig vornehmen lassen, das ist quasi mein absolutes Lieblingsgerät. 8) Mit etwas Glück kann man bei seinem Zahnarzt ein paar Schleifstifte und Fräser abstauben, die eignen sich auch für viele Aufgaben.
Desweiteren gibt es noch grobe "Steine" - Siliciumkarbit - und Korund-Schleifstifte -, die ich hin und wieder bei gröberen Arbeiten einsetze; die ganz feinen weißen Korunde, wenn es schon fast in Richtung Politur geht (langsam laufen lassen und immer vorher sauber abrichten!).

Wenn alles nahezu fertig geschliffen ist, kommt auch bei mir oft noch (Nass-)Schleifpapier mit entsprechenden Körnungen dran, insbesondere, wenn es flächig wird. (Papier nehme ich auch schon mal von Anfang an, aber nur bei gewissen Arbeiten, die von Beginn an etwas feiner ausfallen müssen, deshalb sei das nur am Rande erwähnt.) Grobes Schleifpapier nehme ich nur bei großen Flächen oder Rundungen, bei denen schnell viel abtragen werden muss.
Sehr gern benutze ich aber auch Saphir-Nagelfeilen (oder Diamantfeilen, die weit gröber sind), wenn es tüchtig was weg zu feilen gibt, der Bereich aber nicht sehr groß ist und vielleicht Ecken und Kanten hat, wo man mit der Maschine schnell abrutscht...

Kurz zusammengefasst entscheide ich meistens rein nach Gefühl, welches Werkzeug zum Einsatz kommt (manchmal trügt das Gefühl anfangs leider auch... :roll: :mrgreen: ) - grundsätzlich aber für die angefragten großen und groben Arbeiten nur Maschine; Schleifpapier nur, wenn es um Flächen geht (die gegebenenfalls mit der Maschine schon vorher etwas "eingeebnet" wurden...). 8)

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Viele Grüße von der Südbaar -
Ralf
...Bei mir sind übrigens Theorie und Praxis bestens vereint...! O.o


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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 26.09.2018, 16:44 
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@ Thomas:

Ich habe mir jetzt mal schnell die von Ralf und mir oben genannten Sets Sägeblätter bestellt - und kann nur dringend von den von mir verlinkten von Stanford abraten. Die haben nämlich eine für unsere Zwecke viel zu grobe Zahnung! :?

Statt dessen kann ich den Proxxon-Set für knappe vier Euro uneingeschränkt empfehlen. Das sind genau die richtigen! :D

Gruß, Jürgen 8)

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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 26.09.2018, 19:23 
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Die Proxxon sind gut, sollte man dann auch ein Paar mehr von haben, denn wenn man nen Kinken drin hat, wird der Schnitt zu breit.
Auch zu Empfehlen ist eine Biegewelle, damit man nicht das große Gerät halten muss.
z.B. https://www.proxxon.com/de/micromot/28620.php


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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 27.09.2018, 15:27 
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Hallo zusammen,

@Ralf: Vielen Dank für deine ausführlichen Worte!
@Jürgen: Die Proxxon Blätter sind bestellt
@Jens: Eine Biegewelle war dabei :-)

und dann mal schauen das die Sachen alle ankommen und ich genug Zeit habe, es juckt nämlcih ganz schön in den Fingern :lol:

Viele Grüße und vielen Dank
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 27.09.2018, 17:47 
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Registriert: 05.11.2008, 17:58
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Dann wünsche ich schon mal viel Spaß und gutes Gelingen, Thomas! :D

Bei der biegsamen Welle hoffe ich mal, dass die auch was taugt (Stichwort Kugellager!) - ich hatte dereinst die damals kleine (günstige) Welle von Proxxon mit Kupferlager; es dauerte nicht allzu lange, da lösten sich die Lager in feinste Späne auf... :shock: :roll: Es verwundert nicht wirklich, dass es dieses Gerät schon lange nicht mehr im Programm dort gibt. :mrgreen:

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Viele Grüße von der Südbaar -
Ralf
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 Betreff des Beitrags: Re: Trennscheibe oder Sägeblatt?
BeitragVerfasst: 28.09.2018, 18:44 
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Registriert: 21.04.2007, 20:22
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Hallo,

eine sehr gute Variante ist auch, wenn z.B. schon "Sicken" -> Gravuren für Türen oder Fenster vorhanden sind, einfach mit einer Graviernadel entsprechend entlang zu gehen. Diese Nadel nimmt allerdings nur sehr wenig Material weg und man muss hier wahrscheinlich öfters entlang fahren, aber man kann den Druck selbst bestimmen. Ein weitere Vorteil in meine Augen, die so z.B. herausgetrennten Türen lassen sich durchaus weiterverwenden, wenn man eine offene Kabine bauen will. Nachteil - wenn man "hektisch" ist, soll ja bei dem einen oder anderen Modelbauer ja mal vorkommen :roll: , und abrutscht, hat man einen nur sehr schwer wieder zu entfernenden Kratzer/Furche/Rille!! Nur mal als Alternative zu Trennscheibe oder Sägeblatt.

Gruß
Dirk

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"Firefighters - The Bravest of the World!" - "Wer von nichts eine Ahnung hat, kann wenigstens überall mitreden!"


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