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 Betreff des Beitrags: (Schrumpf-) Schläuche wickeln
BeitragVerfasst: 05.03.2015, 01:21 
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Hi Leute,

in Bezug auf Oliver Borsdorffs Thema AB-Schlauch hatte ich versprochen mal zu testen, wie sich die hier verwendeten Schrumpfschläuche besser platt aufrollen lassen. Hier hatte ich auch explizit Sekundenkleber als geeignetes Hilfsmittel erwähnt.

Nun ja, das Ergebnis ist doch etwas ernüchternder, als ich erwartet hatte. :oops:
Leider habe ich nicht viel des 1,6 mm Schrumpfschlauches, schon gar nicht in Blau, das meiste habe ich also mit zwei verschiedenen (blauen) 1,2 mm Schläuchen getestet. Was mir bisher übrigens so noch gar nie aufgefallen war: Die sogenannten "1,2 mm" (gemeint ist der Innendurchmesser vor der Schrumpfung) haben tatsächlich faktisch gut 1,6 mm, die "1,6 mm" Schläuche entsprechend mehr. Das muss man nicht wirklich verstehen... :roll:
Jedenfalls habe ich bei den 1,2 mm Schläuchen zwei Versionen, eine dickwandigere und eine dünnwandigere, welche sich eindeutig besser verarbeiten lässt! Dadurch, dass der 1,6 mm Schlauch natürlich wie schon im Thread angedeutet ziemlich störrisch, weil ebenso vergleichsweise dickwandig ist, lässt der sich noch schwieriger wickeln, da hilft nicht mal wirklich Sekundenkleber, die Kräfte des Schlauchs sind einfach zu groß. Um den flach aufzuwickeln, braucht es sehr viel Kleber, viel Geduld und noch mehr Druck (d.h. ordentlich Zugkraft beim Aufwickeln), damit das irgendwann hält. Wirklich flach wird das aber nicht. Kleber in den Schlauch laufen lassen, wie ich ebenfalls angemerkt hatte, bringt leider gar nichts. Das hat schon der dickwandige 1,2 mm Schlauch gezeigt!
Um den 1,6 mm Schlauch flach zu kriegen, habe ich ihn mit einer Flachpinzette heiß geplättet: Die Pinzette über einer Kerzenflamme erwärmen und den Schrumpfschlauch dazwischen zusammendrücken - sofort abkühlen und mit dem Spiel in dieser Art Stück für Stück weiter machen. Dauert natürlich ewig, wenn man einen langen Schlauch plätten will.

Was ich dann aber ganz "witzig" fand, war die Tatsache, dass der aufgerollt trotzdem genau so breit war, wie die dünneren blauen! :shock:
Übrigens habe ich auch bei den beiden blauen keinen Sekundenkleber im Schlauch, nur zwischen den Wickellagen; beim dünnwandigen würde Kleber sogar nur zum Befestigen an der Rolle (oder wo auch immer) und dann am Ende reichen, rein zur Sicherheit habe ich hier mehr genommen als notwendig. Nur der dickwandige braucht wie schon angedeutet viel Geduld und deutlich mehr Kleber...

So, nun kann jeder für sich selber die Schlüsse ziehen, was für den eigenen Bedarf das Geeignetste wäre...

Hier noch ein paar Fotos, die das eben kompliziert Formulierte optisch anschaulich ergänzen. ;-)

Bild Bild Bild Bild

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Viele Grüße von der Südbaar -
Ralf
...Bei mir sind übrigens Theorie und Praxis bestens vereint...! O.o


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BeitragVerfasst: 05.03.2015, 02:25 
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Danke für das Experiment Ralf! Ergebnisse sehen eigentlich sehr gut aus. Woraus bestehen deine Kupplungen?

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"Nachschub, rollt!"

Marc


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 Betreff des Beitrags: Re: (Schrumpf-) Schläuche wickeln
BeitragVerfasst: 05.03.2015, 02:40 
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Das sind nur Stücke von ca. 3 mm und etwas dickeren Gießästen, in die Proxxon eingespannt und schnell abgedreht (natürlich mit klurzen "Stöpseln" dran, auf welche die Schläuche gesteckt sind; eine Kupplung ist zum Spaß etwas detaillierter); dann mit ein wenig Farbe aufgehübscht, sieht halt auch für reine Testzwecke schöner aus ^^. (Die eine Kupplung bleib weiß, weil ich die eigentlich gar nicht verwenden wollte, hab mich zu kurzfristig um entschieden, stört ja nicht weiter...)

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Ralf
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 Betreff des Beitrags: Re: (Schrumpf-) Schläuche wickeln
BeitragVerfasst: 05.03.2015, 10:31 
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Hallo,

naja die Schrumpfschläuche machen schon einen "schlanken-Fuß", bzw. sehen richtig gut aus :shock: .

Anbei noch ein Wikipedia Artikel für Alle dehnen das Zeuch genauso wie mir vollkommen unbekannt war :lol: .

http://de.wikipedia.org/wiki/Schrumpfschlauch

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Der mit der Feuerwehr Dieburg in klein!

Zug C - "Der Nachtalarmzug" der FF Dieburg!


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 Betreff des Beitrags: Re: (Schrumpf-) Schläuche wickeln
BeitragVerfasst: 05.03.2015, 11:09 
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Hallo Ralf,
danke für Deinen ausführlichen Bericht.
Mir war noch nicht mal bekannt, das es unterschiedliche Ausführungen gibt.
Der 1,2 er dünnwandig ist klasse.
Ich denke bei mir war der 1,6er dickwandig, den war wirklich nicht mehr rauszuholen.
Deine Kupplungen sehen klasse aus.
viele Grüße Oliver


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 Betreff des Beitrags: Re: (Schrumpf-) Schläuche wickeln
BeitragVerfasst: 05.03.2015, 20:43 
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Hi Leute,

freut mich, wenn Euch der Beitrag gefällt und vielleicht sogar hilft.

Die unterschiedlichen Wandstärken sind wohl Hersteller abhängig, vielleicht auch Meterialbedingt (siehe Wiki...). Jedenfalls haben meine dünnerwandigen blauen auch eine glatte Oberfläche, würde sogar ganz gut zum holländischen Vorbild passen. Ich habe auch einen klaren 1,2 mm Schrumpfschlauch, der ist ähnlich dünnwandig und schrumpft noch besser (trotz desselben Verhältnisses 2:1).

Bei den nächst größeren Durchmessern scheint es nicht so viele Unterschiede bei den Herstellern und damit den Schläuchen zu geben, da kenne ich nur diese arg störtischen (ich habe da aber auch selber nicht genug Auswahl, ist ohnehin oft purer Zufall was man bekommt, denn die Datenblätter oder Herstellerangaben kriegt man nicht bei jedem Verkäufer...).

Mit viel Zug und Druck beim Aufwickeln wäre auch bei Deinen blauen Schlauch schon noch was gegangen, Oliver, nur verhindert so eine Arbeit die fein gestaltete Rolle von Herpa, da sind auch so schon Bruchstellen zu sehen. Von daher ist dieser Thread leider eher Makulatur in diesem Zusammenhang. :roll:

Für alle Interessenten ein Nachtrag, ich habe gerade mal näher hin geschaut: Der blaue dünnwandige Schlauch nennt sich PX-55 1,2 (da ich etwas mehr habe in diesem Fall "PX-55-BOX-1, 2“). Den gibt es auch mit 1,6 mm, könnte damit vielleicht auch "besser" sein als anderer...

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Ralf
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 Betreff des Beitrags: Re: (Schrumpf-) Schläuche wickeln
BeitragVerfasst: 06.03.2015, 13:40 
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Danke für den Versuch, die Idee ist auf jedenfall gespeichert und kann sich sehen lassen!

Interessant wäre noch ein Experiment, wie sich der Schrumpfschlauch in Buchten gelegt verhält.

So könnte man z.B. einen AB-Schlauch eines HFS-Moduls nachbilden, siehe hier: http://d.jtruckenmueller.de/6/67/2008hfs/hfs_8369.jpg

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Gruß aus Bad Steben
Philipp
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Iveco Magirus is the best!


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 Betreff des Beitrags: Re: (Schrumpf-) Schläuche wickeln
BeitragVerfasst: 06.03.2015, 14:38 
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eine recht gute einkaufsmöglichkeit für alle arten von schrumpfschläuchen ist z.b. die intermodellbau. da kann man relativ problemlos die div. produkte in allen mögl. größen und farben vergleichen.

noch ein tipp vom fernmelder: schaut mal beim nächsten baumarktbesuch nach lackschlauch bzw. isolierschlauch ->
Bild Bild

gruß, jürgen 8)

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Dormols sünn uns Füerwehrlü noch mit Sprütten un Ledderwogn uttrocken, de vun Peern trocken wörn.
Damals sind unsere Feuerwehrleute noch mit Spritzen und Leiterwagen ausgerückt, die von Pferden gezogen wurden.


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 Betreff des Beitrags: Re: (Schrumpf-) Schläuche wickeln
BeitragVerfasst: 06.03.2015, 23:23 
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Ich stelle mir gerade lebhaft den Blick des Verkäufers vor, Jürgen, wenn ich da am Stand frage, ob ich den Schrumpfschlauch mal knicken und zusammen drücken dürfte... :roll: :mrgreen: :lol:
Aber stimmt schon, auf solchen Modellbaumessen mit viel Elektronik sollte es eine ausreichende Auswahl geben.

Lack- bzw. Isolierschlauch ist eine gute Idee, Jürgen. Ich hätte jetzt spontan an dickere Klingeldrähte o. ä. gedacht, da könnte man sich zumindest bestimmt viel Kleber sparen. ;-)

@Philipp
Aufgrund Deiner Anregung habe ich gerade wieder ein wenig rum gespielt, Fotos lohnen sich aber nicht: Auch mit dem dünnwandigen Schrumpfschlauch wird das nichts. Der Knick selber sähe noch ganz gut aus, aber schon kurz dahinter "bläht" sich der Schlauch wieder auf, selbst mit Sekundenkleber. Der verläuft innen leider doch nicht so gut, dass es im Schlauch zu einer ganzflächigen Verklebung reichen würde. Außerdem können die Gase nicht gut genug entweichen. Möglicherweise, wenn man nur einzelne Teilabschnitte von max. 1,5-2 cm herstellt, tüchtig Kleber mit einem Draht oder so ins ganze Stück "einzieht" und dieses dann geknickte Stück längere Zeit fest in einen Schraubstock einspannt, dann viiiieleicht...
Ich denke, für solche flach in Buchten gelegte Schläuche eignet sich Isolierband, dass von den Seiten zur Mitte gefaltet/geklebt ist, immer noch am besten. Oder man versucht sich als Gravurkünstler (wobei man sich natürlich dann noch mehr Mühe geben müsste als ich seinerzeit http://www.directupload.net/file/u/2029 ... wn_jpg.htm , http://www.directupload.net/file/u/2029 ... ke_jpg.htm). :roll:

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