Kopfbandlupe oder Lupenleuchte?

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Marcus Schier
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Re: Kopfbandlupe oder Lupenleuchte?

Beitrag von Marcus Schier »

Hallo in die Runde,
ich möchte einen kleinen Erfahrungsbericht nachreichen:
Zuallererst möchte ich vorausschicken, dass es sich gelohnt hat vor dem Kauf einer Lupe für ein paar Informationen zunächst ein wenig Zeit investiert zu haben.
Beim Optiker meines Vertrauens konnte ich nun sowohl den von Jens empfohlenen Brillenclip, als auch die von Jürgen erwähnte Labo Comfort Kopfbandlupe, beide von Eschenbach, ausprobieren.
Ich muss sagen, das war ein wirklicher Top-Service!

Bei dem Brillenclip ist es in der Tat so, dass nach meinem Empfinden ein gutes Handling möglich und auch der Blick an der Lupe vorbei (um evtl. Werkzeug in die Hand zu nehmen, o.ä.) kein Problem ist.
Zudem ist er noch leichter und preislich etwas günstiger als die Kopfbandlupe von Eschenbach, die einen ebenso guten Tragekomfort bietet. Auch sie ist trotz massiveren Aussehens recht leicht, wird aber -wie der Name schon sagt- mit einem Kopfband getragen, statt auf der Brille aufgeclipst.
Wer aber keine Angst hat sich die Frisur zu ruinieren, kann auch hierbei seine Korrekturbrille aufbehalten. Ein Wegklappen der Lupe ist bei beiden Modellen möglich, bei der Labo Comfort gefiel mir das vom Handling her allerdings besser.

Auch konnte ich das eine oder andere Missverständnis in meinem Kopf ausräumen:
In meiner Gedankenwelt war es so, dass je größer die Vergrößerung/der Dioptrienwert, desto besser sei die Lupe für unsere Zwecke geeignet.
Dem ist aber nur bedingt so. Denn richtig ist auch, dass je größer die Vergrößerung, desto dichter muss ich mit dem Werkstück vor die Lupe (also vor das Gesicht) um Details auch wirklich konturenscharf zu erkennen. Das wiederum gefällt mir persönlich nicht so gut.
Hier hat aber sicher jeder von uns seine eigenen Vorstellungen und Vorlieben.

Pauschal lässt sich sagen:
Vergrößerung Arbeitsabstand ca.
1,7x / 2,5 dpt = 400mm
2,0x / 2,5 dpt = 250mm
2,5x / 5,0 dpt = 180mm
3,0x / 7,75 dpt = 130mm

Die Angaben stammen von Eschenbach, wobei das aus meiner Sicht relative Werte sind.
Ausprobieren konnte ich die 1,7-fache Vergrößerung. Der Idealabstand lag für mich hier aber lediglich bei ca. 25 bis max. 30 cm. Das war mir irgendwie zu wenig.
Diese sind bei Brillenclip und Kopfbandlupe gleich und vermutlich auch bei Lupenleuchten nicht anders.

Den entscheidenden Unterschied macht für mich folgender Aspekt:
Der Abstand Auge <-> Lupe ist bei Lupenbrille, Brillenclip und Kopfbandlupe fix, bei der Lupenleuchte hingegen variabel, wodurch ich einen größeren Abstand Auge <-> Werkstück erreichen kann.
Geschätzt liegt mein Idealabstand bei ca. 30 bis 40 cm.
Wie ist das bei Euch?

Im Ergebnis werde ich mir eine Lupenleuchte mit einer 1,7-fachen Vergrößerung zulegen.
Praktisch ist nebenbei auch, dass diese in der Regel über eine integrierte Beleuchtung verfügen.

Vielleicht konnte ich ja dem einen oder anderen Interessierten hiermit ein paar Infos weiterreichen, auch wenn man daraus natürlich keine Raketenwissenschaft machen muss :wink: .

Viele kurzsichtige Grüße :shock:
Marcus
Immer der Sonne entgegen...!
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Jürgen Mischur
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Re: Kopfbandlupe oder Lupenleuchte?

Beitrag von Jürgen Mischur »

Marcus Schier hat geschrieben: 21.05.2024, 17:31Wer aber keine Angst hat sich die Frisur zu ruinieren
Wer oder was genau war jetzt nochmal diese "Frisur"? :lol:

Freut mich, dass Du letzten Endes (D)eine Lösung gefunden hast! :D
Dormols sünn uns Füerwehrlü noch mit Sprütten un Ledderwogn uttrocken, de vun Peern trocken wörn.
Damals sind unsere Feuerwehrleute noch mit Spritzen und Leiterwagen ausgerückt, die von Pferden gezogen wurden.
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